Früher Chefsekretärin, heute Food- und Produktfotografin in den USA: Fanette Rickert erzählt, wie sie sich den Beruf selbst beigebracht, ihre Kunden gefunden, ihre Preise festgelegt und die Rechte an ihren Bildern geschützt hat.

Kurz zusammengefasst:

Foodfotograf zu werden beruht laut Fanette Rickert auf ein paar einfachen Grundsätzen:

• Zu Hause ein Food-Portfolio aufbauen, bevor du überhaupt jemanden ansprichst

• Kleine lokale Marken ansprechen, nicht nur Restaurants und große Ketten

• Mit individuellen Angeboten arbeiten, denn jedes Projekt ist anders (Rezepte, Einkäufe, Requisiten, Food-Styling)

• Nutzungsrechte verkaufen, nicht die Fotos selbst

Foodfotografie ist überall: auf Verpackungen, in Zeitschriften, in den Social-Media-Kanälen von Marken und sogar im Prospekt deines Supermarkts. Trotzdem wissen nur wenige Fotografen, wie dieser Markt funktioniert. Fanette Rickert lebt davon, von Washington aus, wo sie Lebensmittel, Rezepte und ökologische Produkte für amerikanische Marken fotografiert.

In dieser Folge erklärt sie Anthony Heukmes, wie sie ganz ohne Ausbildung angefangen hat, wie sie mit ihren Kunden arbeitet und was sie Fotografen rät, die sich in der Foodfotografie ein zweites Standbein aufbauen wollen.

Wer ist Fanette Rickert?

Fanette Rickert ist eine französische Food- und Produktfotografin. Zum Zeitpunkt der Aufnahme, Anfang 2021, lebt sie seit acht Jahren mit ihrem amerikanischen Mann und ihrem Sohn in Washington, USA, und bereitet ihre Rückkehr nach Frankreich vor.

  • Ein kompletter Neuanfang: Als ehemalige Chefsekretärin in Paris hat sie 2004 alles hinter sich gelassen, für eine Weltreise, die eigentlich ein Jahr dauern sollte.
  • Eine Fotografin für Marken: Lebensmittel, Rezepte, Tee, Kosmetik und ökologische Produkte, für Social Media, Verpackungen oder Zeitschriften.
  • Eine Trainerin: Seit 2020 begleitet sie andere Food- und Produktfotografen auf Englisch dabei, ihr Business zu organisieren.

Ihr Stil ist hell und redaktionell, aber sie kann auch sehr kommerzielle Bilder auf weißem Hintergrund liefern, wenn ein Kunde sie braucht.

1. Wie wird man ohne Ausbildung Foodfotograf?

Fanettes Weg verläuft alles andere als geradlinig. Eigentlich nur für ein Jahr unterwegs, bleibt sie auf einer kleinen thailändischen Insel hängen, die für ihre Tauchspots bekannt ist, wird Tauchguide und dann Tauchlehrerin und dreht schließlich Unterwasservideos für das Studio einer Freundin. Dort entdeckt sie ihre Freude an der Technik, sie, die von ihren Reisen mit „10.000 sehr schlechten Fotos“ zurückgekommen war.

Zwischen Thailand und den USA verbringt das Paar ein Jahr in Frankreich mit WWOOFing (freiwillige Mitarbeit auf Biohöfen). Sie lernt Ziegen melken und Käse herstellen, eine Erfahrung, die ihr die Liebe zu Produkten schenkt, die „wie bei unseren Großmüttern“ gemacht werden.

Acht Stunden YouTube für den ersten Auftrag

In Washington lernt sie zuerst Grafikdesign. Dann bittet sie ein Freund, der ein Produkt verkauft, dieses zu fotografieren. Noch am selben Abend sitzt sie acht Stunden am Stück vor YouTube-Tutorials, um zu verstehen, wie man ein Produkt fotografiert. Die Aufträge folgen aufeinander, sie gründet ihr eigenes Unternehmen für Produktfotografie und konzentriert sich dann auf das, was sie wirklich begeistert: Essen.

„Ich wusste, dass ich nicht mehr das machen wollte, was ich in meinem früheren Leben gemacht hatte.“

Fanette Rickert

Ein Werdegang, der an den von Emilie Zangarelli erinnert, die vom Lehrerberuf zur Fotografie gewechselt ist: In beiden Fällen entstand der Quereinstieg Schritt für Schritt, ausgehend von einer ersten Anfrage aus dem Bekanntenkreis.

Merke: Ein früherer Beruf ist nie verloren. Fanettes Grafikdesign hilft ihr jeden Tag, ihre Bilder zu komponieren und Kundendokumente zu gestalten, die herausstechen.

2. Was macht ein Foodfotograf im Alltag?

Als Anthony sie fragt, was ihr Beruf genau umfasst, antwortet Fanette: „Ein bisschen von allem.“ Foodfotografie deckt sehr unterschiedliche Aufträge ab:

  • Restaurants, vor Covid ein wichtiger Teil ihrer Arbeit.
  • Lebensmittelmarken, die ihr ihre Produkte schicken, um ihre Social-Media-Kanäle zu bespielen.
  • Verpackungen, für die sie zahlreiche Bilder gemacht hat.
  • Zeitschriften und die gesamte Food-Presse.
  • Werbemittel des Einzelhandels, etwa die Angebotsprospekte am Eingang von Supermärkten.

Das Beispiel eines Stammkunden

Seit fast zwei Jahren arbeitet Fanette jeden Monat für einen Produzenten von Salaten, die lokal im Gewächshaus angebaut werden. Er schickt ihr rund zwanzig Schalen, dazu Rezepte oder ein Thema (zum Beispiel festliche Motive für Silvester), und sie produziert Fotos und kleine Stop-Motion-Animationen für seine Social-Media-Kanäle.

Mit der Zeit hat die Marke sie in ihr Marketingteam eingebunden. Sie kennt ihre Farben, ihren Ton und ihre Prioritäten: Der Kunde gibt die Richtung vor, Fanette entscheidet über das Bild.

„Wenn du dich umschaust, ist Foodfotografie überall.“

Fanette Rickert

3. Wie findet ein Foodfotograf seine Kunden?

Anders als bei einem Hochzeitsfotografen, dessen Stil man von Galerie zu Galerie wiedererkennt, passt ein Foodfotograf sein Bild an jede Marke an. Fanette kombiniert zwei Hebel:

  • Instagram, wo viele Kunden sie entdecken und wegen ihres Stils kontaktieren.
  • Akquise: Sie investiert viel Zeit, um Marken anzuschreiben, mit denen sie gern arbeiten würde.

Die drei Arten von Kunden

Mit der Erfahrung unterscheidet sie drei Profile und arbeitet nur mit den letzten beiden:

ProfilWas er erwartetIhre Antwort
Der Kunde, der denkt, Fotografieren sei nur „klick, klick“10 Fotos für 25 Euro✗ Sie lehnt höflich ab
Der Kunde, der den Wert der Bilder erkenntSchöne Fotos, ohne die Regeln der Branche zu kennen✓ Sie erklärt, vor allem die Nutzungsrechte
Die große nationale Marke, oft mit einer AgenturEine komplette Produktion✓ Team, Assistent, angemessenes Budget

Einmalige Aufträge sind selten. Viele Marken kommen bei jedem neuen Produkt oder zu bestimmten Anlässen (Valentinstag, Feiertage) wieder. Manche planen ein Shooting pro Quartal: Fanette zeigt ihnen dann, wie sie ihre Fotos so variieren, dass sie drei Monate lang für Social Media reichen.

4. Welche Requisiten und welches Studio brauchst du für Foodfotografie?

Fanettes Studio ist bei ihr zu Hause. Ein ganzer Schrank ist voller Requisiten, von denen sie nach eigener Aussage „viel zu viele“ kauft:

  • Hintergründe, ihre große Leidenschaft;
  • Geschirr in Hülle und Fülle;
  • Requisiten aus Holz und Bambus, Notizbücher und Stifte, um ein Kosmetik- oder Öko-Produkt zu begleiten, ohne ihm die Show zu stehlen.

Fotohintergründe, ein boomender Markt

Geschirr speziell für Fotografen gibt es kaum, aber immer mehr Hersteller produzieren Fotohintergründe, oft ehemalige Foodfotografen. Ein Hintergrund von etwa 1,50 m mal 2 m kostet zwischen 50 und 70 Euro, lässt sich leicht verstauen und ermöglicht mit wenigen Handgriffen eine neue Kulisse. Diese Hersteller suchen, wie manche Geschirrmarken, gern die Zusammenarbeit mit Fotografen.

Lieber ein Tisch als der Boden

Viele Foodfotografen fotografieren auf dem Boden, von oben. Fanette bevorzugt ihrem Rücken zuliebe einen Tisch: ein Hintergrund flach hingelegt, ein zweiter senkrecht dazu, und schon bekommt die Szene Tiefe. Ab und zu geht sie weiter, mit einem großen, selbst gebauten Hintergrund von 2 m mal 3 m: Er dient als Wand, vor der sie ein richtiges Esszimmer nachbaut.

Merke: Das Bild zeigt nur einen winzigen Teil der Szene. Außerhalb des Bildausschnitts ist die Kulisse oft alles andere als glamourös, und das ist völlig normal.

5. Kann ein Porträtfotograf in die Foodfotografie einsteigen?

Ja, aber er muss neu lernen, mit Licht umzugehen. Davon ist Fanette überzeugt: Sie selbst würde sich nicht zutrauen, von heute auf morgen Porträts zu machen, denn beide Disziplinen verfolgen gegensätzliche Ziele.

„Anders als Leute, die Porträts machen, versuchen wir, die Textur zu zeigen.“

Fanette Rickert

Im Porträt will man die Haut weicher wirken lassen. In der Foodfotografie will man im Gegenteil das Knusprige eines Teigs oder den Glanz einer Soße herausarbeiten. Die technischen Grundlagen bleiben dieselben, und auf Instagram werden viele Ressourcen geteilt: Ihrer Meinung nach kann ein Porträtfotograf die Foodfotografie in wenigen Monaten beherrschen.

6. Wie fängst du als Foodfotograf am besten an?

Anthony stellt die Frage für Fotografen, die sich nach einem schwierigen Jahr breiter aufstellen möchten. Fanettes Rat besteht aus zwei Schritten:

  1. Zu Hause üben und ein Portfolio aufbauen, mit zehn bis fünfzehn Bildern. Mit Porträts kannst du kein Restaurant von dir überzeugen.
  2. Kleine lokale Marken ansprechen: Winzer, Metzgereien, Handwerksbetriebe. Sie brauchen Fotos, machen sie oft selbst mit dem Handy und sind viel leichter zugänglich als große nationale Marken.

„Es gibt unglaublich viele kleine lokale Marken, die Fotos brauchen.“

Fanette Rickert

Den französischen Markt, den sie damals gerade kennenlernte, will sie nicht als „gesättigt“ bezeichnen: Viele Fotografen leisten gute Arbeit, aber es gibt noch Platz.

7. Wie legst du Preise und Nutzungsrechte fest?

In der Foodfotografie ist alles maßgeschneidert. Manche Projekte erfordern eigene Rezepte, andere viele Einkäufe, um bestimmte Zutaten oder Requisiten zu finden. Die Folge: Die Preise reichen „vom Einfachen bis zum Hundertfachen“, und für Einsteiger ist es schwer, den richtigen Preis zu finden. Deshalb ist es so wichtig, deine Preise zu berechnen, ausgehend von deiner Zeit und deinen tatsächlichen Kosten, statt dich an den niedrigsten Angeboten zu orientieren.

Fanette weiß, wovon sie spricht: Am Anfang verlangte sie 7 Dollar pro Foto. „Ich schäme mich, wenn ich daran denke“, sagt sie lachend.

Zwei Arten zu arbeiten

  • Für Produktfotografie: Pakete mit 5, 10 oder 15 Fotos, weil der Aufbau einfacher ist und nichts gekocht werden muss.
  • Für Foodfotografie: ein individuelles Angebot, mit einer Anzahl an Fotos, die bei der Unterzeichnung des Vertrags festgelegt wird.

Sieht der Vertrag fünf Fotos vor, liefert sie trotzdem eine Galerie mit rund zwanzig Bildern, damit der Kunde genau die auswählen kann, die zu seinem Bedarf passen. Danach fallen keine Zusatzkosten an, und es gibt weder Abzüge noch Produkte zu verkaufen: Das ist einfacher als in der Hochzeitsfotografie.

Das Foto gehört dem Fotografen

Bei diesem Punkt leistet Fanette die meiste Aufklärungsarbeit. Wenn eine Marke Fotos bestellt, kauft sie nicht die Bilder: Sie kauft das Recht, sie zu nutzen, für bestimmte Kanäle und für einen festgelegten Zeitraum. Will sie die Bilder länger oder anderswo verwenden, wendet sie sich wieder an die Fotografin, die ihr zusätzliche Nutzungsrechte einräumt.

„Wenn wir ein Foto machen, auch wenn es ein Produktfoto für einen Kunden ist, gehört das Foto uns.“

Fanette Rickert

Viele Kunden wissen das nicht, aber auch viele Fotografen nicht, die all ihre Rechte für fast nichts abtreten. Für Fanette ist es auch ein Weg, den ganzen Berufsstand zu schützen, wenn sie Einsteiger darüber aufklärt.

Merke: Halte in deinem Vertrag immer die Anzahl der Bilder, die erlaubten Kanäle und die Nutzungsdauer fest. Nur so kannst du später eine Verlängerung in Rechnung stellen.

8. Muss man als Foodfotograf kochen können?

Oft ja. Wenn ein Kunde ein Rezept liefert, steht Fanette selbst am Herd. Ein paar Beispiele:

  • eine Mehlmarke, die ihr Produkt in einer Tarte sehen will;
  • ein Koch, der ein Buch vorbereitet und nicht jedes Gericht während des Shootings zubereiten kann;
  • Foodblogger, die keine Zeit mehr haben, ihre Rezepte zu fotografieren;
  • ein Anbieter von Fertiggerichten: Tiefgekühlt geliefert, schmecken sie gut, sind aber wenig fotogen, also kocht sie das Gericht zu Hause nach Rezept nach.

Manche Foodfotografen gehen weiter und bieten Rezeptentwicklung an. Fanette, die dafür nicht ausgebildet ist, macht das nicht.

Anrichten fürs Restaurant und Anrichten fürs Foto

Mit einem Koch ist vor dem Shooting ein Gespräch unverzichtbar: Ein Teller, der zum Servieren angerichtet ist, ist kein Teller, der zum Fotografieren angerichtet ist. Will der Koch genau sein Gericht wiedererkennen oder eine stärker gestylte Version?

Food-Styling, ein eigener Beruf

Fanette übernimmt das Styling ihrer Bilder selbst. Bei großen Werbekampagnen bereiten jedoch ein oder zwei Foodstylisten die Gerichte millimetergenau vor, und der Fotograf konzentriert sich auf das Licht. Die Burger aus der Werbung, geklebt und vorgegart, damit sie halten, sind das anschaulichste Beispiel. Und das künstlerische Auge? Für sie lässt es sich lernen, wie alles andere auch.

9. Warum andere Fotografen ausbilden und in Frankreich neu anfangen?

2020 startete Fanette ein Gruppen-Coaching für rund zwanzig Food- und Produktfotografen. Dort lernt man nicht, wie man fotografiert, sondern all das, was „Kreative nicht wissen“:

Nach einem ersten Durchgang hat sich das Format verändert: Alles live zu unterrichten, waren zu viele Informationen auf einmal. Die Kurse sind deshalb vorab aufgezeichnet, ergänzt durch Arbeitshefte und einen Call pro Woche. Sie lädt auch andere Fotografen ein, damit ihre Teilnehmer nicht glauben, ihre Methode sei die einzig mögliche.

„Es gab viele Leute, die beibrachten, wie man Fotos macht, aber wie man sein Business aufbaut, das brachte niemand bei.“

Fanette Rickert

Diese Tätigkeit gab ihr auch Sicherheit für ihre geplante Rückkehr nach Frankreich, 2021, in den Raum Paris oder die Region um Nantes: Dank ihrer Einnahmen aus den Kursen konnte sie umziehen, ohne sofort auf neue Kunden angewiesen zu sein.

Folge aufgenommen Anfang 2021: Die hier erwähnten Projekte und Programme beziehen sich auf diesen Zeitraum.

Welche Fehler solltest du als Foodfotograf am Anfang vermeiden?

Aus der Erfahrung von Fanette Rickert:

✗ Kunden ohne Food-Portfolio ansprechen, nur mit Porträts oder Hochzeiten im Gepäck.

✗ Nur auf große Marken zielen und dabei lokale Produzenten und Handwerksbetriebe vergessen.

✗ Pro Foto zu Dumpingpreisen abrechnen, wie mit ihren 7 Dollar am Anfang.

✗ Alle Rechte abtreten, ohne Kanäle und Nutzungsdauer festzulegen.

✗ Kunden annehmen, die den Wert eines Profifotos nicht sehen.

✗ Ein Gericht wie ein Gesicht ausleuchten und die Textur wegretuschieren, statt sie zu zeigen.

✗ Das Anrichten nicht mit dem Koch besprechen, bevor das Shooting beginnt.

FAQ: Foodfotograf werden

Wie werde ich Foodfotograf?

Übe zuerst zu Hause und baue ein Portfolio mit zehn bis fünfzehn Food-Bildern auf. Sprich dann kleine lokale Marken (Produzenten, Winzer, Handwerksbetriebe) und Restaurants an. Fanette Rickert hat sich alles selbst beigebracht, mit Online-Tutorials, bevor sie ihr eigenes Unternehmen gegründet hat.

Was macht ein Foodfotograf?

Er fotografiert Gerichte, Rezepte und Lebensmittel für Restaurants, Marken, Verpackungen, Zeitschriften, Kochbücher oder Social Media. Je nach Projekt übernimmt er auch Food-Styling, Einkäufe, das Kochen der Rezepte und sogar kleine Stop-Motion-Animationen.

Was kostet ein Foodfotograf?

Einen Standardpreis gibt es nicht: Jedes Projekt wird individuell kalkuliert, je nach Anzahl der Bilder, Rezeptentwicklung, Einkäufen, Requisiten und Nutzungsrechten. Für einfache Produkte funktionieren Pakete (5, 10 oder 15 Fotos) gut. Vermeide es, einzelne Fotos zu Dumpingpreisen abzurechnen.

Wem gehören Produktfotos, die für eine Marke gemacht wurden?

Dem Fotografen. Die Marke kauft ein Nutzungsrecht, das im Vertrag festgelegt wird (Kanäle, Dauer, Gebiet). Will sie die Bilder länger oder für andere Kanäle nutzen, braucht sie zusätzliche Nutzungsrechte.

Welche Ausrüstung brauche ich für den Einstieg in die Foodfotografie?

Eine Kamera, eine Lichtquelle, die du beherrschst, einen Tisch, ein paar Fotohintergründe (etwa 50 bis 70 Euro pro Stück) und abwechslungsreiches Geschirr. Fanette Rickert arbeitet an einem Tisch mit einem flach liegenden Hintergrund und einem zweiten senkrecht dazu, um der Szene Tiefe zu geben.

Muss man als Foodfotograf kochen können?

Oft schon: Wenn eine Marke oder ein Koch ein Rezept liefert, bereitet es meist der Fotograf zu. Rezeptentwicklung ist dagegen eine eigene Leistung, die nicht alle Fotografen anbieten, und bei großen Kampagnen kommen Foodstylisten zum Einsatz.

Kann ich als Porträtfotograf auf Foodfotografie umsteigen?

Ja, laut Fanette Rickert in wenigen Monaten. Der wichtigste Unterschied ist das Licht: Im Porträt wird die Textur der Haut weicher gemacht, in der Foodfotografie will man die Textur dagegen herausarbeiten.

Dieser Artikel basiert auf Folge #016 des Fotostudio-Podcasts (auf Französisch), aufgenommen Anfang 2021. Die Zitate von Fanette Rickert wurden aus dem Französischen übersetzt. Die Tipps sind nach wie vor aktuell.

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